
Hotel Haus Chorin
Das Gelände um den Marienberg, insgesamt 60 Morgen, wurde 1907 durch Professor Tormin erworben. Der Mitarchitekt der Berliner U-Bahn und Geologieprofessor legte den Park mit 32 Baumarten und einem Fischteich an und erbaute sich seine Villa.
1925 kaufte der evangelische Schutzbund für das Kloster Chorin die Gebäude und den Torminpark. Der Verband der evang. Wohlfahrtspflegerinnen Deutschlands baute die Villa und das Gärtnerhaus zu einem Erholungsheim „Haus Chorin“ aus. 1930 wurde durch die damalige Leiterin Gräfin Berta von der Schulenburg zusätzlich das „Schwedenhaus“ gebaut. Ein Haus mit 14 Zimmern, einem Bad, Zentralheizung und fließendem Wasser in jedem Zimmer.
1936 wurde der Speisesaal, unser heutiges a la carte Restaurant, an die Villa angebaut. In der Zeit bis 1945 war der BDM im Schwedenhaus. Direkt nach dem Krieg wurden schlesische Flüchtlinge aufgenommen.
Seit 1947 wurde das Haus Chorin wieder Erholungsheim der Inneren Mission. Nach dem Mauerbau 1961 übernahm der Landesausschuss für Innere Mission Potsdam die Bewirtschaftung des Erholungsheims. Ausschließlich kirchliche Rüstzeiten, kirchliche Tagungen und Urlauber aus dem Bereich der Kirche waren nun Gäste von Haus Chorin.
Durch umfangreiche Bauarbeiten wurden das Bauernhaus in den Jahren 1985/86 und das Schwedenhaus 1987 komplett modernisiert. Im Jahr 1980 fiel auf den Bungalow, der 1964 errichtet wurde, bei einem Sturm ein Baum, so dass die Genehmigung für den Neubau des Hauses am Hang erteilt werden konnte.
Mit der Wende 1989 wurde alles anders. Die bis zu diesem Jahr alle auf einen guten DDR-Standard modernisierten Häuser entsprachen jetzt in keiner Weise mehr den Ansprüchen. So wurden die neuen Häuser wieder umgebaut und im Winter 1990 mit Dusche und WC auf jedem Zimmer ausgerüstet. 1993 kam in alle Zimmer eine moderne Ausstattung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ferien- und Tagungsstätte Haus Chorin 41 Betten in 22 Zimmern, eine Sauna, sowie Tagungs- und Aufenthaltsräume, Liegewiese, Spielplatz, Ruderboot und Fahrräder. Und das erste Restaurant der Kirche im Land Brandenburg wurde durch seine regionale Hausmannskost bekannt.
Der am 01.05.1996 eröffnete Hotelneubau veränderte die bisherige Struktur von Haus Chorin grundlegend. Heute zeigt sich das Haus Chorin als ein Hotel, das den Ansprüchen einer modernen Tagungsstätte entspricht. Als Urlaubsort für individuelle Gäste oder auch als Ziel für Gruppen bietet das Hotel „Haus Chorin“ viele Möglichkeiten der Gestaltung. Durch seine verschiebbaren Wände innerhalb der 300 m² Tagungsfläche ist eine Anpassung an verschiedenste Tagungsgrößen möglich. Die Bowlingbahn ist für individuelle Freizeitgestaltung kommunikativ und sportlich.
Das erste und einzige Honigspezialitätenrestaurant „Immenstube“ wurde im Jahr 2000 als Restaurant mit dem innovativsten Konzept im Land Brandenburg durch das Ministerium ausgezeichnet. Dort erleben und erfahren die Gäste alles rund um den Honig. Sämtliche Speisen werden dort mit Honig zubereitet. Das Hotel „Haus Chorin“ schaut auf eine lange Tradition zurück und blickt in eine hoffnungsvolle Zukunft.