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Marine Lebewesen bilden das Fundament dieses markanten Gebirgsstocks in den Sextner Dolomiten an der Grenze zwischen den italienischen Provinzen Belluno und Südtirol.
Genaue Blicke auf die Felswände der Drei Zinnen lassen Tonlagen erkennen, welche zwischen den gleichmäßige Bankung der einzelnen Dolomitschichten liegen.
Denn der Hauptdolomit ist vor etwa 200 bis 220 Millionen Jahren in der Trias durch Sedimentation in Flachwasserbereichen des Urmeeres Tethys entstanden. Unterschiedliche Schwankungen des Meeresspiegels führten zu abwechselnden Perioden der Überflutung und des Trockenfallens weiter Landstriche , und gleichzeitiges stetiges Absinken des Untergrundes. So kam es zu einer Ablagerung des Gesteins in Form dieser übereinanderliegenden Schichten.
Im Zusammenspiel mit dieser horizontalen Bankung führten vertikale Klüfte zu Brüchen in rechtwinkligen Formen, die sich deutlich an den häufig würfelförmigen Felsbrocken der ausgedehnten Schutthalden am Fuß der steilen Wände zeigen. So kam es etwa im Jahr 1948 zu einem großen Felssturz aus der Südwand der Großen Zinne, im Juli 1981 stürzte eine Felsbrücke zwischen Allerkleinster Zinne und Preußturm, die bis dahin häufig von Kletterern begangen worden war, in sich zusammen.
Das weitläufige Zinnenplateau, ruht auf einem Sockel aus Schlerndolomit. Dieser wird von Moränen aus der Würmeiszeit, vor allem aber von relativ leicht verwitterbaren Gesteinen der Raibler Schichten überlagert. Die Erosion sorgt für das Wegbrechen exponierter Felspartien, somit haben sich die steilen Formen der Zinnen und insbesondere der stark überhängenden Felsdächer der Nordwände entwickelt.